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Bad Tatzmannsdorf

jüdische Friedhöfe in Stadtschlaining

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Die Quellen zu den jüdischen Friedhöfen in Schlaining sind spärlich. Es ist überliefert, dass neben den beiden heute bekannten Friedhöfen ein dritter,
wesentlich älterer Friedhof östlich der Stadt am Abhang zum Tauchental, existierte. Bisher konnten keine Spuren gefunden werden. Für die Errichtung des zweiten Friedhofs kaufte die Judengemeinde 1780 einen Garten in der heutigen Basteigasse. Er war von da an bis 1883 belegt. Die Inschrift auf dem ältesten erhaltenen Grabstein lautet:

„Samuel, Sohn des Löb, Sohn des Abele ben Jochana Krakau aus Pinczow, gestorben Donnerstag, 16. Cheschwan 5578“ (16.Oktober 1817).


Durch eine wissenschaftliche Auswertung der Grabinschriften von Moses Leopold im Jahr 1927 ist bekannt, dass Kontakte mit den Zentren der jüdisch-orthodoxen Gemeinden Eisenstadt und Mattersburg bestanden, ebenso mit polnischen Gemeinden. Einwanderer aus Polen sind durch Grabinschriften nachweisbar.

Die Nationalsozialisten schändeten diesen Friedhof und verkauften Marmor- und Granitgrabsteine an den Oberwarter Steinmetzbetrieb Fiedler um RM 3.000,00. Die Israelitische Kultusgemeinde Graz erhielt als Rechtsnachfolgerin der Kultusgemeinde Oberwart nach dem Zweiten Weltkrieg das Areal dieses Friedhofes. Sie verkaufte es an eine Privatperson. Eigentlich ist der Verkauf eines jüdischen Friedhofes „undenkbar“, widerspricht er doch den grundsätzlichen jüdischen Einstellungen zum Friedhof selbst. Im Jahr 2002 errichtete die Burgenländische Landesregierung in Zusammenarbeit mit dem Verein Schalom an der noch bestehenden Friedhofsmauer mit den erhaltenen Grabsteinen ein Denkmal.

Der dritte Friedhof, an der Straße nach Oberwart gelegen, wurde 1869 käuflich erworben, dann für zehn Jahre zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet, und von 1883 bis 1938 belegt.

Zur Erklärung: Jüdische Friedhöfe
Die Ruhestätten der Verstorbenen werden mit besonderer Sorgfalt behütet und bewahrt. Es existiert die Vorstellung, dass der Verstorbene in einer anderen Welt weiterlebt und mit ihm Freud und Leid geteilt, sowie in Not oder Gefahr Trost und Rat geholt werden können. Der Friedhof gilt als „das Haus des Lebens“, „das Haus der Ewigkeit“, „der gute oder auch heilige Ort“. Von dort werden die Seelen auferstehen und wenn der Messias kommt, werden alle ins heilige Land nach Jersulem pilgern. Das irdische Leben wird als Wohnung betrachtet, in der man sich als Gast aufhielt. Auf den Grabsteinen findet man Symbole, wie die Menora (siebenarmiger Leuchter), den Lulav (Palmzweig) oder den Etrog (Zitrusfrucht), oft von Bibelzitaten begleitet. Neben dem Namen werden Geburtsdatum und dem Datum des Todes (zumeist mit der im Jüdischen gebräuchlichen Jahreszählung, wobei man zur weltweit üblichen gegenwärtigen Zählung 3761 Jahre dazuzählt), manchmal auch die Berufsbezeichnung, die Herkunft, familiäre Angaben auf Väter und Ehegatten erwähnt. Wunschformeln wie „Friede über Israel“, „In Frieden den Schlaf“ oder „Ihre Seele zum ewigen Leben, Ihre Seele im Bunde des Lebens“ können hinzugefügt sein.

Anreise jüdische Friedhöfe in Stadtschlaining

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jüdische Friedhöfe in Stadtschlaining

Gps 47.3216843732937 / 16.2705705131469

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